In allen Kulturen gibt es sowohl negative, wie auch positive Geschichten über Wölfe.
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Die Menschen lieben und fürchten ihn, verehren und verdammen ihn. Er weckt Sehnsüchte und gleizeitig unsere
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Urängste, die im Verborgenen unserer Seelen schlummern.
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In Europa sind Wölfe fast einheitlich graubraun. |
Sein Name Grauwolf lautet im lateinischen Canis lupus.
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Das Haarkleid kann aber auch in der Fabe variieren von grau über graugelb bis sandfarben hin.
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Wölfe leben in Gruppen von zwischen 6 und 12 Tieren. |
Grössere Rudel sind eher selten, aber wenn grosse Beutetiere erlegt werden sollen, können sich auch mehr
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Wölfe zur Jagd zusammenschliessen. |
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Nur der stärkste Wolf und die stärkste Wölfin eines Rudels haben zusammen Junge.
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Man nennt diese beiden auch Alpha-Tiere (Alpha ist der erste Buchstabe des griechischen Alphabets.
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Sie sind das ranghöchste Wolfspaar in einem Rudel. |
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Nach einer Tragzeit von 61-63 Tagen, bringt die Wölfin vier bis sieben Welpen zur Welt.
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Vorher gräbt die Wölfin eine oder mehrere Höhlen, um bei Gefahr mit ihren Welpen umziehen zu können.
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Bei grösseren Rudeln sind alle Wölfe in die Aufzucht des Nachwuchses eingebunden,
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Ob als Babysitter, wenn andere auf die Jagd gehen, oder als Nahrungs-Transportmittel für die Kleinen.
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Auf diese Weise wird der Zusammenhalt im Rudel gefestigt und so manche Auseinandersetzung vermieden.
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Der Wolf ist ein Fleischfresser. |
Abhängig von seinem Lebensraum ernährt sich der Wolf von Rehwild, Rentieren, Elchen, Moschusochsen, Hasen.
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Ist das Nahrungsangebot nicht so üppig, verschmäht er auch Mäuse und wilde Beeren und Früchte nicht.
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Hin und wieder werden auch Weidetiere Opfer von Wölfen.
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Das ist aber recht selten und eigentlich nur bei schlecht bewachten Herden.
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Wolfswelpen lernen bald nach ihrer Geburt die Beute ihres Gebietes kennen.
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Bevor Eltern und Geschwister sie dann später mit auf die Jagd, nehmen versuchen die Welpen zuerst spielerisch,
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dann mit wachsender Erfahrung immer erfolgreicher Mäuse und Hasen zu fangen.
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Je nach Beutetier entwickelt der Wolf eine besondere Jagdtechnik.
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So springt er zum Beispiel bei der Jagd auf Mäuse in einem Bogen hoch, landet mit den Vorderpfoten
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und gleich darauf mit seiner Schnauze auf der Beute. |
Der Wolf lauert seiner Beute nicht auf sonder hetzt sie und greift sie mit anderen Wölfen gemeinsam an.
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Der hochbeinige Körperbau erlaubt es dem Wolf sehr schnell und ausdauern zu laufen.
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Seine langen Beine, die bei jedem Satz Boden gewinnen machen den Wolf zum hervorragenden Läufer.
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Diese Eigenschaft hat der Wolf auch an seine Nachfahren, unsere Haushunde vererbt.
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Die Hunderassen die dem Wolf sehr ähnlich sehen sind der Schäferhund und der Husky die ebenfalls
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sehr gute Läufer sind. |
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Die Indianer schätzten die Wölfe ganz anders ein. Sie erkannten die Treue des Wolfes zu seinem Rudel.
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Die genaue Kenntnis der Lebensweise von Wölfen und ein tiefes ökologisches Verständnis ist wohl für ihre
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andere Einstellung verantwortlich. |
Der Charakter dieses Tieres beeindruckte die Indianer.
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Sie erkannten dabei Lebens - und Verhaltensweisen von denen sie lernen konnten.
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Viele Menschen wussten nicht, dass der Wolf ein intelligentes, sensibles und anpassungsfähiges Tier ist.
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Im Sozialleben der Wölfe kann der Mensch sehr viele Ähnlichkeiten ablesen.
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Wölfe sind Rudeltiere. |
Sie überleben dank ihrer Fähigkeit zur Zusammenarbeit. Sie jagen gemeinsam, schlafen gemeinsam im selben Bau
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und ziehen ihre Jungen gemeinsam auf. |
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Hat ein Wolfsrudel ein Tier erlegt, so fressen alle gemeinsam.
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Es ist zwar von der Rangordnung abhängig, wer die besten Stücke bekommt,
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aber für jeden Wolf fällt etwas ab. |
Das Beutetier wird bis auf die Knochen vertilgt. |
Sind Wölfe bei den Welpen in der Höhle geblieben, so wird auch für diese Wölfe Nahrung mitgenommen
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Was das Wolfsrudel nicht fressen kann, wird vergraben und dient als Vorrat für später.
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Wölfe machen vieles gemeinsam. |
Ein einzelner Wolf könnte niemals einen Elch zur Strecke bringen.
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Im Rudelverband aber ist es einfacher, ein solch großes
Beutetier wie den Elch zu erlegen. Und alle im Rudel haben
tagelang Nahrung. |
Würde jeder Wolf für sich alleine jagen, wäre er auf Hasen und Mäuse angewiesen.
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Wenn man bedenkt das ein ausgewachsener Wolf etwa 10 kg Fleisch pro Tag braucht,
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hätte der Wolf wahrscheinlich nicht einmal mehr genug Zeit, um sich von der Jagd auszuruhen.
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Als einzelner Wolf wird es auch schwierig, sich gegen andere Wölfe zu verteidigen.
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Als gesamtes Rudel aber stehen die Wölfe zusammen und schlagen den Feind meist schon
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durch das gemeinsame Auftreten in die Flucht. |
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Das Wolfsbild der Indianer |
Indianer beispielsweise nannten den Wolf ehrfurchtsvoll "Bruder".
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Sie jagten die gleichen Beutetiere wie der Wolf. |
Waren aber keine Konkurrenten, wenn auch die Jagd des einen, die Beute des anderen verringerte.
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Dennoch musste der Wolf auch die Feindseligkeit der Indianer ertragen,
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denn er wurde gelegentlich seines Felles wegen und in schlechten Zeiten auch als Nahrung gejagt.
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Nicht selten jagten die Indianer in Wolfsfelle gehüllt Büffelherden,
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denn Wölfe waren für Büffel keine Gefahr und so konnten sich die Indianer nahe genug an die Herden annähern.
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Ihr Verhältnis zum Wolf war ähnlich entspannt, wie bei ihren nördlichen Nachbarn, den Inuit.
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